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Seriösen Webdesigner finden: 8 Punkte, die Sie vor dem Vertrag prüfen
Einen seriösen Webdesigner finden Sie, indem Sie vor der Unterschrift acht Punkte prüfen, darunter offene Preise, eine klar genannte Laufzeit und Kündigungsfrist, eine Regel dazu, wem Domain und Inhalte gehören, und echte Referenzen mit Link. Fehlt einer dieser Punkte, fragen Sie nach, bevor Sie unterschreiben.
Von Daniel Hmaidan, hmaidan.media · Stand:
Woran erkennen Sie einen seriösen Anbieter?
An Angaben, die Sie nachprüfen können. Die folgende Liste ist neutral gehalten und gilt für jeden Anbieter, ob er Websites verkauft oder vermietet.
Punkt
Woran Sie es erkennen
Ihre Frage an den Anbieter
1. Gesamtpreis
Einrichtung, laufende Kosten und Laufzeit stehen schriftlich da, nicht nur ein Preis mit „ab“.
Was zahle ich im ersten Jahr insgesamt, netto und brutto?
2. Laufzeit und Kündigung
Mindestlaufzeit, Verlängerung und Kündigungsfrist stehen im Vertrag oder in den AGB.
Wann kann ich frühestens kündigen, und um wie viel verlängert sich der Vertrag sonst?
3. Domain
Es ist geregelt, auf wessen Namen die Domain registriert wird.
Wer ist als Inhaber meiner Domain eingetragen?
4. Nutzungsrechte
Es ist geregelt, was mit Design, Texten und Bildern nach dem Vertragsende geschieht.
Was darf ich nach dem Vertragsende weiter nutzen?
5. Zugänge
Sie wissen, wer Zugang zu Domainverwaltung, Postfächern und Website hat.
Bekomme ich bei einem Wechsel den Umzugscode für die Domain und eine Liste aller Zugänge?
6. Leistung nach dem Livegang
Updates, SSL-Zertifikat, Änderungen und Reaktionszeit sind beschrieben.
Was passiert jeden Monat, und was kostet eine Änderung?
7. Referenzen und Impressum
Referenzen sind anklickbar und laufen heute. Das Impressum nennt Name, Anschrift und Kontakt.
Welche drei Seiten laufen heute, und darf ich dort nachfragen?
8. Keine Platzierungsgarantie
Niemand verspricht Ihnen „Platz 1 bei Google“.
Was genau ist bei Suchmaschinen enthalten, und was ist ein eigenes Angebot?
Drei der acht Punkte können Sie prüfen, ohne zu fragen: Klicken Sie die Referenzen an, lesen Sie das Impressum, und durchsuchen Sie die AGB mit Strg und F nach „Kündigung“ und „Domain“. Die übrigen fünf stehen nur im Angebot oder im Vertrag, und dort sollten sie auch stehen.
Warum ist die Domain der wichtigste Punkt?
Weil an ihr Website und E-Mail-Adressen hängen. Wer die Domain kontrolliert, entscheidet, ob Sie später den Anbieter wechseln können, ohne Ihre Adresse und Ihre Postfächer zu verlieren.
Bei Kunden, die mit einer vorhandenen Domain kommen, ist sie oft bei einem anderen Anbieter registriert. Dann muss vor dem Livegang geklärt werden, ob sie nur auf die neue Seite zeigt oder komplett umzieht. Bei einer übernommenen Seite leitete die Domain am 24.08.2026 auf eine zweite Adresse weiter, die gar nicht mehr erreichbar war.
Die Reihenfolge beim Umzug entscheidet über Ihre E-Mails: Zieht die Domain zuerst um, wandern die Einträge für den Mailempfang mit, während die Postfächer noch beim alten Anbieter liegen. Dann können E-Mails verloren gehen. Erst die Postfächer sichern und umziehen, dann die Domain.
Was sagt ein Platzierungsversprechen über den Anbieter?
Es ist ein Warnzeichen. Google schreibt in seinem Leitfaden zur Suchmaschinenoptimierung, dass niemand eine Top-Platzierung garantieren kann. Seriös ist, wenn ein Anbieter beschreibt, was er einstellt: Seitentitel, Beschreibung, Freigabe zur Indexierung, Sitemap. Das Ergebnis hängt von Ort, Gerät, Wettbewerb und einem Verfahren ab, das sich laufend ändert.
Ist ein Mietvertrag unseriöser als ein Kauf?
Nein, es ist ein anderes Modell. Beim Kauf zahlen Sie einmal und kümmern sich danach selbst, bei der Miete ist die Pflege in der Rate enthalten und Sie sind an eine Laufzeit gebunden. Unseriös wird es erst, wenn Laufzeit, Verlängerung oder Kündigungsfrist nicht klar dastehen. Achten Sie auf die Verlängerung: Viele Verträge laufen automatisch weiter, wenn die Frist verpasst ist. Tragen Sie sich den letzten Kündigungstag gleich nach der Unterschrift in den Kalender ein, auch wenn Sie gar nicht kündigen wollen. Den Vergleich im Einzelnen finden Sie im Artikel Website mieten oder kaufen?.
Zum Selbermachen
Prüfen Sie ein Angebot, das vor Ihnen liegt, in fünf Minuten:
Legen Sie Angebot, Vertrag und AGB nebeneinander.
Gehen Sie die acht Punkte der Tabelle durch und machen Sie hinter jeden einen Haken, wenn Sie die Antwort schriftlich finden.
Schreiben Sie jede offene Frage aus der rechten Spalte in eine E-Mail an den Anbieter.
Unterschreiben Sie erst, wenn die Antworten schriftlich vorliegen.
Der Person oder Firma, die bei der Vergabestelle als Inhaber eingetragen ist. Lassen Sie sich von Ihrem Anbieter schriftlich bestätigen, auf wen die Domain läuft.
Was passiert, wenn der Webdesigner aufhört?
Das hängt am Vertrag. Liegt die Domain auf Ihrem Namen und haben Sie eine Liste aller Zugänge, kann ein anderer Anbieter die Seite übernehmen oder neu bauen. Fehlt beides, wird es mühsam.
Ist ein Monatsvertrag seriöser als ein Kauf?
Keines der beiden Modelle ist an sich seriöser. Es kommt darauf an, dass Preis, Laufzeit, Verlängerung und Kündigungsfrist vor der Unterschrift klar dastehen.
Woran erkenne ich gekaufte Bewertungen?
Hinweise sind viele Bewertungen in kurzer Zeit, Bewertungen ohne Text und Konten, die nur eine einzige Bewertung geschrieben haben. Google verbietet gefälschte Bewertungen in seinen Richtlinien für Nutzerbeiträge.
Quellen
Google Search Central: Benötigen Sie einen SEO?, developers.google.com/search/docs/fundamentals/do-i-need-seo, abgerufen 21.09.2026 – Aussage, dass niemand eine Top-Platzierung garantieren kann.
Google Maps: Richtlinien zu verbotenen und eingeschränkten Inhalten (Nutzerbeiträge, gefälschte Interaktionen), support.google.com/contributionpolicy/answer/7400114, abgerufen 21.09.2026.
Eigener Befund 24.08.2026: Domain einer übernommenen Kundenseite leitete auf eine nicht mehr erreichbare Zweitadresse (anonym).
Eigener Ablauf Domainumzug (Postfächer vor der Domain), Stand 24.08.2026.